Madrigalchor Fröndenberg






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Chronik
Es gibt viel zu berichten…
Fast 40 Jahre Madrigalchor Fröndenberg

Kleine Chorchronik

- Madrigalchor Fröndenberg im Januar 1980 als Chor der Städt. Musikschule Fröndenberg von Peter Schmidt gegründet und geleitet

- Pflege geistlicher und weltlicher Chorliteratur seit Gründung

- seit 1981 eigenverantwortliches Wirken des selbstständig gewordenen Chores in der Rechtsform des Vereins

- musikalisch-künstlerische Leitung seit November 1982 in der Hand des Musikpädagogen Otto Breuer, eines Schülers von Prof. Hermann Schroeder (Köln)
page5_1 Otto Breuer
- nach der Gründungs- und Aufbauphase deutlicher werdende Konturen des Chorprofils: Schwerpunkt der Proben- und Konzertaktivitäten im Bereich der Chormusik ohne instrumentale Begleitung (Chorlieder, Madrigale, Motetten) - Pflege freundschaftlicher Kontakte zum französischen Partnerchor "Chantartois" in Bruay-La-Buissière und Durchführung gemeinsamer Konzerte in Frankreich und Deutschland - geistliche und weltliche Konzerte vornehmlich im heimischen Raum (Fröndenberg, Balve, Menden, Unna), aber auch in verschiedenen Städten des Rheinlandes und des Münsterlandes - Teilnahme an den Chorfesttagen des Verbandes der Oratorien- und Kammerchöre in Neuß und an verschiedenen Konzertveranstaltungen des Deutschen Musikrates - musikalisch-künstlerische Leitung seit Juli 1996 in der Hand des Kirchenmusikers Helmut Brandt - Feier des 20-jährigen Chorjubiläums im Jahre 2000 - Feier des 25-jährigen Jubiläums im Jahre 2005


Es war nie langweilig…


Madrigalchor Fröndenberg

Ein Chorporträt

1980 gründete KM Peter Schmidt den Madrigalchor Fröndenberg, der seitdem das Musikleben der Ruhrstadt im geistlichen und weltlichen Bereich entscheidend mitgeprägt hat. Nicht nur spannend, sondern auch spannungsreich war die frühe Chorphase. So trennten sich Ende 1982 der engagiert-ungestüme Peter Schmidt und sein Chor voneinander.

Als Nachfolger leitete Studiendirektor Otto Breuer aus Menden die wichtige Phase der Konsolidierung ein. Er formte den Madrigalchor zu einem harmonischen Klangkörper mit differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten. Geprobt wurde nach allen Regeln der Gesangskunst: A-cappella-Literatur von der Gregorianik bis zur Moderne. 1996 verabschiedete sich Breuer - zeitgleich mit seiner beruflichen Pensionierung - von seinem Chor.

Mit dem Kantor Helmut Brandt aus Menden wurde ein musikalisch kompetenter und menschlich angenehmer Chorleiter gefunden. Er setzte mit reizvollen neuen Akzenten (Instrumentalkonzerte) die Tradition seiner verdienstvollen Vorgänger fort.

Das Repertoire des Madrigalchores umfasst geistliche und weltliche Werke: Motetten, Kantaten, Oratorien, Madrigale und Chorlieder.
Vornehmlich im heimischen Raum (Fröndenberg, Menden, Balve, Hemer, Unna, Hamm), aber auch in verschiedenen Städten des Münsterlandes, des Paderborner Landes und des Rheinlandes wurden Konzerte gegeben.

Darüber hinaus beteiligte sich der Madrigalchor an den Chorfesttagen des Verbandes Deutscher KonzertChöre und an verschiedenen Konzertveranstaltungen des Deutschen Musikrates. In guter Erinnerung sind auch die musikalische Mitgestaltung eines aus der Stiftskirche zu Fröndenberg übertragenen Gottesdienstes im ZDF und die Beteiligung am "Europäischen Theaterfestival" 1994 in Unna.

Dem Madrigalchor ist seit seiner Gründung sehr daran gelegen, freundschaftliche Kontakte zur Partnerstadt Bruay-La-Buissière zu pflegen. Intensiviert wurde diese Verbindung durch die herzliche Beziehung zu dem französischen Partnerchor "Chantartois" unter der Leitung von Casimir Walachowski.

Im Jahre 2000 führte der Madrigalchor zusammen mit der Stiftskantorei Fröndenberg das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3) von J.S. Bach auf. Die Konzerte in Fröndenberg, unter der Leitung von A. Rinke, und das Konzert in Menden, unter der Leitung von H. Brandt, gehören zu den Höhepunkten unseres chorischen Schaffens.

2001 und 2002 gab der Madrigalchor zwei Romantik-Konzerte mit der Pianistin Anna Scheps, im Stiftsgebäude zu Fröndenberg und im Alten Rathaus zu Menden. Im November 2002 erklangen Motetten verschiedener Epochen in St. Antonius zu Menden-Halingen.

Als gemeinsames Projekt mit der Stiftskantorei Fröndenberg wurde 2003 das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1,4-6) von J.S. Bach in der Marienkirche zu Fröndenberg und der Vincenz-Kirche zu Menden aufgeführt.

Im November 2004 - zur Eröffnung des Jubiläumsjahres - konzertierte der Madrigalchor Fröndenberg mit Werken u.a. von J.S.Bach in der Stiftskirche zu Fröndenberg und der HI.-Geist-Kirche zu Menden.

Am 22. Januar 2005 feierte der Chor mit Freunden und Gönnern im historischen Ratssaal des Stiftsgebäudes zu Fröndenberg sein 25-jähriges Bestehen. Ein Grund, stolz zu sein auf erfolgreiches chorisches Wirken, das ohne die künstlerische Leistung der Chorleiter, die Fähigkeiten engagierter Chormitglieder und den nachhaltigen Einsatz von Vorstand und Kuratorium nicht möglich gewesen wäre.

Am 1. Oktober 2005 hat der Madrigalchor in einem Gemeinschaftskonzert mit unserem französischen Partnerchor "Chantartois" aus Bruay-La- Buissière dem Publikum das Konzert «Herzensdinge», Musik, die unser Herz bewegt, präsentiert.


Ein Chor lebt nicht nur von seinem Mitgliederstamm, der die Kontinuität sichert, sondern auch von den Ideen und der stimmlich-musikalischen Kompetenz neuer Sängerinnen und Sänger, die im Madrigalchor Fröndenberg herzlich willkommen sind.

Geprobt wird dienstags von 19.30-21.30 Uhr (außer in den Schulferien) in der Aula der Gemeinschafts-Grundschule Fröndenberg. Gäste sind zum unverbindlichen Kennenlernen in den Proben herzlich willkommen.

Von Helga Wetzel
Chorchronik in Versen

Es war einmal ein kleiner Chor,
der hatte bald schon Großes vor.
Er wuchs, -an Umfang-, nicht an Klang,
doch seinem Leiter war nicht bang,
bestellt‘ ein Sinfonieorchester,
das fiedelte ein wenig fester,
bedeckt‘ mit seinem Überschwang
den leicht unfertigen Gesang.

Ihr wisst, von wem ich hier berichte,
wen ich hier liebevoll bedichte?
Richtig, den Jubiläumschor!
Bald stand noch "Madrigal"- davor
und auch "collegium vocale",
damit ein jeder weiß im Saale:
Wir kriegen was Besondres mit,
geleitet von Herrn Peter Schmidt!

Schwarz-weiß-betuchte Sängerriegen
führt er zu ungeahnten Siegen
vor ein erstauntes Publikum.
Kyrie, Sanctus, Lobgesänge,
dazwischen „Schmidt’sche Reibeklänge",
Marga Schmitz‘ Zigeunerlieder
wogten kräftig auf und nieder.
Mit unsern frisch gelernten Weisen
durften wir gar ins Ausland reisen,
zeigten auf der Frankreich-Tour
Fröndenberger Chorkultur.

Und wenn erst der Meister selber
in die Orgeltasten griff!
Wenn‘s vom ungewohnten Drange
verzweifelt in den Bälgen pfiff!
Unter fulminantem Klange
kracht und knirschet die Empore,
leichtes Bangen herrscht im Chore:
Hält sie oder hält sie nicht?.
Rasend brauset die Toccata,
bis die ganze Orgel bebt,
lautes Klappern der Pedale,
Gänsehaut bricht aus im Saale:
hat man solches schon erlebt?
Und wenn die Orgelbühne bricht,
unsern Meister schreckt das nicht.

Ach, es war ‘ne schöne Zeit!
Doch das Ende war nicht weit:
Wer sich wollt‘ am Gesange laben,
musste gute Nerven haben,
denn KM Schmidt, wie er sich nennt,
war von furiosem Temperament,
und so manche schöne Strophe
geriet schon bald zur Katastrophe.
Und dann konnten sich verbreiten
verschiedene Unstimmigkeiten,
leiser Unmut herrschte vor
und Peter Schmidt verließ den Chor.

Gott sei Dank kam bald ein Neuer,
unser lieber Otto Breuer.
Lehrte Gutes, Schönes, Reines,
übte Filigranes, Feines,
„a cappella", meinte Otto,
sei jetzt erst mal unser Motto.
Bescheidenheit sei auch geboten
beim Umgang mit berühmten Noten,
viele Kanons müsst‘ man singen,
sollt‘ das große Werk gelingen.

Es tönten die Lieder,
der Frühling kam wieder,-
in die arg geschrumpften Reih’n
kehrte wieder Hoffnung ein.
Bei Madrigal und auch Passion
trafen wir den rechten Ton.
Probten Motetten, Lieder, Messen,
Mendelssohn nicht zu vergessen.
Bald war allen nicht mehr bang
um den exquisiten Klang!

Doch Singen war uns nicht genug,
oft machten wir ‘nen Chorausflug.
Nach Bamberg ging‘s, dem deutschen Rom,
oder zum Altenberger Dom.
Würzburg genossen wir und tranken
reichlich vom guten Wein der Franken.
In Stade und im Alten Land
sich manche schöne Orgel fand.


Kontaktadresse: Wilfried Ruberg, Tel. 02373/70212.